Guaviare ist das Tor zum kolumbianischen Amazonasgebiet - ein Tor, das aufgrund des internen Konflikts lange Zeit geschlossen war, sich
aber dank des Friedensprozesses wieder geöffnet hat, um sein ganzes touristisches Potenzial zu präsentieren:
Im Übergang der weiten Orinoco- und Llanos-Ebenen zu den scheinbar endlosen Amazonas-Regenwäldern erwarten Euch einzigartige, über
12.000 Jahre alte Felsmalereien, wilde Affen, zahlreiche Vogelarten - darunter der seltene Guayana-Felsenhahn & der prähistorisch
anmutende Hoatzin -, faszinierende Felsformationen sowie von etwa Mitte Mai bis Mitte November farbenprächtige Flüsse,
deren Farbenspiel dem des berühmten Caño Cristales in nichts nachstehen.
Das Herzstück dieser vier Tage bildet die Serranía de la Lindosa. Mitten im tropischen Regenwald ragen monumentale Felswände empor, die bereits vor mehr als zehntausend Jahren als Leinwand für
beeindruckende Felsmalereien dienten. Die mit rotem Ocker gemalten Szenen erzählen von Pflanzen, Tieren, Menschen und weiteren Symbolen und sind keine Museumsstücke, sondern stehen unter freiem
Himmel, umgeben vom Ruf der Brüllaffen mitten im Dschungel.
Gerade hier wird Geschichte lebendig: Während man eben noch vor den riesigen bemalten Felswänden steht, blickt man im nächsten Moment vom Gipfel aus auf ein atemberaubendes Panorama über die
scheinbar endlosen Amazonas-Regenwälder. Ein magischer Moment.